Rudolph, das kleine Rentier

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Jeder kennt seine Geschichte, jeder trällert das Lied, aber wer hat ihn eigentlich erfunden? Die Figur des Rudolphs, das Rentier mit der leuchtend roten Nase? Rund um den Nordpol, in Sibirien, Lappland, Kanada und Alaska leben die amerikanischen Rentiere, die Karibus. Sie sind das harte Leben dort gewohnt: Schnee, eisige Stürme, karges Futter und das bei bis zu Minus 40 Grad. Sie lieben die Kälte und sind dazu auch perfekt ausgestattet. Die Außenhaare ihres Pelzes sind zum Beispiel hohl, so besitzen sie eine perfekte Wärmedämmung. Auch die Weibchen besitzen ein Geweih und damit können sie den Schnee wegschaufeln, der ihnen bei der Futtersuche natürlich im Weg ist. Sie ernähren sich von Moose, Flechten, Tundragras, und auch schon mal von Fliegenpilzen. Für den Menschen sind sie sehr wichtige Tiere da oben im Norden, denn sie dienen ihnen als Nutztiere. So können sie schwere Lasten ziehen, geben ihnen Milch und Fleisch, und aus dem Fell werden wärmende Kleidung, Decken, Zelte und auch Schuhe gefertigt. Diese geduldigen und freundlichen Tiere leben in großen Herden, und sind der ganze Stolz ihrer Besitzer! Ein Rentier aber wurde in der ganzen Welt berühmt. Und zwar Rudolph, das kleine Rentier mit der leuchtend roten Nase. Der Dichter und Professor Clement Clarke Moore schrieb 1822 in der Zeitung New Yorker die Geschichte “A Visit from St. Nicolas” auf. Darin erzählte er von Santa Claus und den acht Rentieren, denen er auch Namen gab: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donder und Blitzen. Bald kannten alle Kinder und Erwachsenen in ganz Amerika die lustigen Gesellen bei ihren Namen. Erst 100 Jahre später gesellte sich ein neuntes dazu, Rudolph mit der roten Nase. Das kam so: Die amerikanische Kaufhauskette “Montgomery Ward” verschenkte alljährlich zu Weihnachten Bücher. Eines Jahres beschlossen sie dann selbst Bücher heraus zu geben und beauftragten einen Angestellten, Robert L.May, eine Geschichte zu entwerfen. Und der erfand Rudolph, das Rentier mit der roten Nase, das von all den anderen Rentieren gehänselt wurde. Bei den Kindern war der kleine Außenseiter auf Anhieb beliebt, zumal die Geschichte ja auch ein gutes Ende fand. Denn Santa Claus selbst bittet an einem sehr nebligen Tag Rudolph den Schlitten anzuführen, und ihm den Weg zu leuchten. Das Buch wurde in den USA ein Bestseller, und Johnny Marks und Gene Autry schrieben 10 Jahre später das berühmte Weihnachtslied “Rudolph the red-nosed Reindeer”, das sofort die Hitparaden stürmte. 1964 machte Rudolph als Zeichentrickfilm-Figur Karriere, und wurde auf der ganzen Welt berühmt. Kinder lieben den kleinen rot nasigen Gesellen der durch geschickte Vermarktung auch bei uns modern geworden ist!

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